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Wie fange ich mit dem Anfang an – 6 Strategien seinem inneren Schweinehund die Stirn zu bieten

37Ditte

Jeden morgen stehe ich auf, gehe durch meine Morgenroutine, fange pünktlich an zu arbeiten und mache genau das, was auf meiner To Do Liste steht….. Würde ich gerne von mir selbst behaupten.

Das entspricht für die meisten von uns, und definitiv für mich nicht der Realität. Erfahrungsgemäß stehe ich mit dem Dilemma, den Anfang zu finden nicht allein da.

Wir sind eine große Gemeinde von Anfang-Vermeidern, wenn es um Aufgaben geht, die „ja nicht sofort“ getan werden müssen.

„Das kann ich ja auch noch nachher machen.“ – ist auch eine geliebte Ausrede. Und wenn es „nachher“ nicht geklappt hat, dann ist ja morgen auch noch ein Tag. So schleifen wir uns vom Nachher zum Nachher, bis wir wieder mal alles auf den letzten Drücker erledigen, meistens in Stress verfallen, und die Nacht durchmachen müssen. Das klappt ja auch irgendwie und das Ergebnis ist ja auch meistens ganz ok. Doch ideal finde ich das nicht, jedenfalls nicht für den inneren Frieden und die Gesundheit. Wie schaffe ich es den inneren Schweinehund zu überlisten?

Gerade als Freiberufler Chefin mit einer Mitarbeiterin, die sich gern mal den ganzen Vormittag lang in Tagträumen verliert, sich gern mit Freunden im Café verabredet, und die eine Yogastunde bei dem bestimmten Lehrer natürlich nicht verpassen möchte, finde ich das ganz und gar nicht ideal. Diese Mitarbeiterin bin ich. Und meine Chefin (auch ich) ist mit meiner Arbeitsmoral manchmal nicht besonders einverstanden. Sie wird dann innerlich fest, und sagt so Sachen wie: Na du müsstest mal, wie lange willst du das noch aufschieben? Wird jetzt mal Zeit los zu legen? Ich kürze dir gern auch ein bisschen Gehalt, wenn das heute nicht fertig wird.

Vielen Menschen geht es wie mir. Ganz knapp vor der Abi-Prüfung noch mal los legen. Die Nacht durchbüffeln und mit meinem Kurzzeit-Halbwissen dann gerade so mit einem Gut oder Befriedigend die Prüfung bestehen. Gott sei dank. Hat ja gerade noch mal geklappt. Mit terminierten Abgaben, Vorträgen oder Auftritten gestaltet es sich oft ähnlich. Es gibt eben immer Dinge, die irgendwie interessanter sind, als sich an die „Arbeit“ zu setzen.

Beim Versuch in einem Festangestelltenverhältnis zu arbeiten, leuchtete es mir mehr und mehr ein, dass ich nicht der Typ Mensch bin, der für die Visionen oder schlimmer Nicht-Visionen einer anderen Person arbeiten kann, sonder dass ich für meine eigene Vision arbeiten möchte. Dafür büßte ich feste Arbeitszeiten ein, die mir die Struktur gaben meine Arbeit in einer bestimmten Zeitspanne zu erledigen. Vorher, nachher und am Wochenende war frei. Festes Gehalt, fester Urlaub. Nicht mein Weg…

Nun bin ich meine eigene Chefin und gebe selbst den Ton an. Wann, wie und wo setze ich mich an den Rechner um meiner Vision näher zu kommen? Welche Schritte gehe ich zu erst und was ist noch so zu erledigen. Alles bleibt an mir hängen. Ja und ich liebe es!

Vielleicht ist das nicht dein Ding, aber das macht nichts. Denn es geht uns ja nicht nur mit der Arbeit so, sonder auch mit dem Bügeln, mit dem Fenster putzen, mit dem Schrank aufräumen und dem Bad putzen.

In diesem Blog stelle ich dir meine persönlichen Strategien vor, wie ich mich an meine Arbeit, ans Fenster putzen oder ans bügeln mache. Ja, es ist nicht nur eine Strategie, denn mein Schweinehund ist ziemlich clever. Kennt er mal eine Strategie, fällt er darauf nicht mehr so schnell herein und blockiert mit seinem ulkigen Körper den Weg zu meinen Aufgaben. Lenkt meine Aufmerksamkeit auf den Magen, der ja auf einmal leer ist und gefüllt werden muss. Oder flüstert mir ins Ohr, dass ich doch unbedingt Maria anrufen muss, denn die habe ich ja so lange nicht gehört…

Wie also bekomme ich es trotzdem hin meine alltäglichen Hausaufgaben zu erledigen?

So schaffe ich es:

 

  1. Habe eine klare Vision

Die für mich wichtigste Strategie ist, eine Vision vom Ergebnis zu haben. Sei es meine Lebensvision, eine Vision meines sauberen, gemütlichen Zuhauses, eine Vision von einem Einser Abitur. Ganz egal ob klein oder groß die größere Idee hinter dem kleineren Unternehmen muss mir klar sein.

Für mich ist jeder Schritt, den ich tue entweder auf ein kleineres Ziel oder auf meine große Vision, meine Lebensaufgabe ausgerichtet. Meine Vision ist es ein ayurvedisches Heil- und Coaching Center zu errichten, in dem Menschen zurück zu geistigem und körperlichem Wohlergehen finden können.

Jeder Blog, jede Veröffentlichung, jeder Post auf Facebook und Instagram sind verfasst, um diese Vision lebendig werden zu lassen. Dieser Traum wird nur wahr, wenn ich jetzt den Grundstein mit meiner Arbeit lege. Wenn ich mir in meiner Morgen-Praxis in der Meditation die Bilder vorstelle, wie das Center aussieht, wie ich dort mit meinem Team arbeite und wie sich eine Mensch nach dem andere transformiert zu einer besseren Version seiner selbst, wird mein Herz warm, und ich kann es gar nicht erwarten wieder los zu legen, und auf dem Pfad meines Herzens weiter zu spazieren.

 

  1. Mach dich locker bis das Feuer wieder brennt

Die Trägheit, etwas müde, ich habe ja heute schon dies und das gemacht, halten uns manchmal davon ab, die Dinge auf der To Do Liste anzugehen.

Meine Strategie ist mich mal richtig locker zu machen. Ich suche mir meinen momentanen Liebelings-Motivations-Song heraus (Bandcamp-link?), drehe die Anlage mal richtig auf und tanze, bis meine Glieder und meine Zellen durchgeschüttelt sind. Das macht Laune, schürt mein inneres Feuer, und danach ist das Stillsitzen gar nicht so schwierig. Dauert fünf Minuten und oftmals animiert mich diese Strategie dann bei lauter Musik dazu so etwas wie Fenster oder Badputzen an zu gehen. Ich nutze diese fünfminütigen Schütteleinheiten auch als Pause vorm Sitzen vor dem Laptop. Im Kaffee zieht man damit schon mal den ein oder anderen verwirrten Blick auf sich.

 

  1. Mir erst mal eine Pause gönnen

Wenn ich von einem Klienten oder einer Yogaklasse komme, dann fällt es mir schwer mich zu hause gleich an die Arbeit zu setzen. Ich habe dann das Bedürfnis mich erst mal auszuruhen. Dem nach zu gehen, kann manchmal dazu führen, dass ich mich den ganzen Rest des Tages ausruhe. Daher ist für diese Strategie etwas mehr Disziplin verlangt. Ich mache es so: Wenn ich nach hause komme, lasse ich in meinem Kopf die Chefin ganz milde sein. Sie sagt dann zu mir. Ditte, Pausen sind wichtig, um den Übergang zu einer anderen Beschäftigung einzuleiten, und du darfst jetzt mal ganz getrost eine Stunde nicht an die Arbeit denken. Dann fläze ich mich gemütlich auf die Couch, gucke eine meiner Lieblingsserien, wie Dharma & Greg oder ich beschäftige mich ganz intensiv mit Facebook. Ja, das lebe ich dann aus, bis ich keine Lust mehr habe in mein Telefon zu starren. Manchmal mache ich auch einen Powernap oder ein Yoga Nidra (link zu youtube), um wieder in meine Energie zu kommen. Ich setze mir diese Pause tatsächlich für eine Stunde. Stelle mir einen Wecker als Erinnerung. Wenn der Wecker tönt, nehme ich mir 5 minuten um mich zu sammeln, einen Tee aufzubrühen, mache eine Atemübung (link), richte meinen Arbeitsplatz her und los geht’s.

 

  1. Nimm am morgen deinen Tag mit raus

Für Freiberufler hält der Tag meistens nicht nur eine Aufgabe bereit sondern mehrere. Zum Teil ist der Tag geteilt in Termine, einer am Vormittag, einer am Nachmittag, manchmal noch ein Klient am Abend. Wenn du weiter weg von deiner Wohnung arbeitest oder es dir schwer fällt zwischendurch zu hause zu arbeiten, dann nimm deine Arbeitsutensilien, Sportsachen etc. schon am morgen mit. Mache dir einen Plan, wann du wo bist, und wo ein nettes Kaffee oder dein Yogastudio ist. Die Lücken zwischen Terminen zu füllen, ist eine Kunst, die ich mehr und mehr meistere. Mein Kindl, mein Rechner und mein Notizbuch sind an solchen Tagen dabei und ich kann die Lücken mit gutem Essen, Kaffee mit Freunden, Lesen, Recherche oder Schreiben füllen. Zu hause kann ich dann alle viere gerade sein lassen.

 

  1. Nimm dir bewusst freie Tage

Als Freiberufler ist eigentlich immer etwas zu tun, und im Haushalt auch. Noch ein bisschen am letzten Text arbeiten, die Webseite auf den neuesten Stand bringen, noch etwas bei Insta posten oder eine neue Playlist für die nächste Yogaklasse zusammen stellen. 7 Tage, 365 Tage im Jahr. Mir persönlich hilft es, mir bewusst einen Tag in der Woche frei zu nehmen. Keine Klienten annehmen, keine Webseite, keine Posts, kein Schreiben, keine Hausarbeit. Einfach mal nur fernsehen, am See herum liegen, durch die Einkaufscenter schlendern. Diese freien 24 Stunden sind Urlaub für den Kopf und meistens habe ich dann am nächsten Tag bessere Ideen und das Arbeiten fällt mir leichter.

Es ist eine Kunst mit dem Anfangen an zu fangen. Das Gute ist, wenn wir erst einmal angefangen haben, ist es oft leicht und es fließt. Nach ein paar Stunden ist die Arbeit getan, wir sind stolz und unser Körper setzt eine ordentliche Portion Glückshormone frei. Wir sind zufriedener und ausgeglichener, wenn wir ein paar Dinge auf der To-Do Liste abhaken können. Je öfter wir dieses belohnende Gefühl spüren, desto einfach wird es mit dem Anfangen an zu fangen.

 

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Aller Anfang ist der Anfang, ich freue mich auf deinen Kommentar!

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ditte-post-signatureNamasté

ich bin Ditte, Freidenkerin, Querdenkerin, Neudenkerin.
Spirituell Reisende, Heilerin, Yogalehrerin, Life-Coach und Poetin. Ich gehe meinen Weg undogmatisch und frei, meinem Herzen und meiner Bestimmung folgend, meiner großen Vision entgegen.
Komm’ mit und lasse dich inspirieren. Ich zeige dir, wie du deinen Platz in dieser Welt finden kannst, und ein selbstbestimmtes, glückliches Leben aus der Mitte deines Herzens lebst.

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