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Der Yoga-Schilderwald. Welcher Yoga-Stil passt zu mir? Wie Ayurveda und Lebensphase deine Yoga-Entscheidung erleichtern können.

Auf und Ab, Rechts und Links, im Kreis und zurück. So fühlt man sich, wenn man sich durch die verschiedenen Bezeichnungen der modernen Yogastile kämpft. Selten geradlinig, öfter mal verwirrend. So wie das Leben selbst. Jeder geht in seinem Tempo, in seine Richtung, individuell und doch dem großen Plan untergeordnet. Mehr oder weniger bewusst, mehr oder weniger getrennt von seinen individuellen Bedürfnissen. Wir Menschen sehnen uns von Natur aus nach Einheit, nach Zufriedenheit und Leichtigkeit, denn dies ist unser schöpferischer Ursprung.
Deshalb finden wir zum Yoga. Deshalb ließt du diesen Artikel. Du möchtest mit dem Yoga starten, weißt aber nicht, wie und wo du beginnen sollst? Lass dich nicht abschreckenvon den vielen neuen Namen in der Yogaszene, von den extravaganten Leggings und Gadgets. Yoga ist Yoga, war Yoga und bleibt Yoga. Yoga ist eine Tradition und eine Erfahrungswissenschaft, die sich seit mehr als 4000 Jahren bewehrt hat. Millionen Menschen folgen ihr, weil sie uns auf magische Weise den Weg zu unseren inneren Wünschen und Bedürfnissen zeigt. Yoga gibt uns alle Werkzeuge, um den Weg zu einem authentischen erfüllten Leben zu finden.

„Yoga gibt uns alle Werkzeuge, um den Weg zu einem authentischen
erfüllten Leben zu finden.“

Der Grund, warum wir mit dem Yoga beginnen mag ein körperlicher sein. Vielleicht Rückenschmerzen, Stress oder Verspannungen. Yoga kann mehr. Yoga ist eine Strategie, die dich sanft auf den Weg bringt. Auf den Weg der inneren Ruhe und Weitsicht. Yoga bringt dich auf die Reise zu dir selbst, zu deinem Herzen und zur feineren Wahrnehmung deiner Wünsche und Träume. Unser Herz will das ganze Glück. 100%. Und du hast das ganze Glück verdient. Wenn du offen bist und bereit bist dich ganz neu zu erfahren, dann bist du hier genau richtig.

Sei dir sicher: Wenn du ein wenig Verständnis für deinen Körpertyp aus Yogisch-Ayurvedischer Sicht entwickelst und deine aktuelle Lebensumstände ehrlich beleuchtest, wirst du hier und heute die geeignete Yogapraxis für dich finden. Weiter unten im Blog fasse ich alles noch einmal in einer übersichtlichen Tabelle zusammen.

„Tantra Yoga ist die Evolution der Tradition und akzeptiert alles, was uns bei unserer spirituellen Entwicklung unterstützt.“

Ich selber bin über Bikram Yoga zur Asana-Praxis gekommen. Ich kam aus dem Leistungssport und mir ist von natur aus immer etwas kalt. Ich brauchte action. Das Schwitzen und die Routine der Serie gaben mir ein Gefühl von Sicherheit und zu hause. Diese sportliche Praxis im warmen Raum war von allem was ich anfangs ausprobiert habe das einzige, zu dem ich zurück gekehrt bin. Dort begann mein Abenteuer. Von dort aus ging meine organische Entwicklung in alle Richtungen, bis ich bei den Wurzeln des Yoga angelangt bin. Beim Yoga der Tantra Kundalini Tradition, die so stark mit meinem Kern räsoniert, dass ich es studiere, praktiziere und unterrichte. Ich kann mit meiner Praxis heute genau bestimmen, welche Stimmung ich wie beeinflussen möchte, ob ich mehr Energie für den Tag brauche oder meine Gedanken ordnen möchte und Ruhe benötige. Tantra Yoga ist die Evolution der Tradition und akzeptiert alles, was uns bei unserer spirituellen Entwicklung unterstützt. Es ist eine frei undogmatische Methode des Erwachens. Ich bezweifle jedoch, dass Tantra Kundalini Yoga der geeignete Einstieg für mich gewesen wäre.

Jeder Mensch ist anders und befindet sich in einer individuellen Lebensphase. Du hast dich entschieden es mit Yoga zu versuchen. Ich möchte dir dabei helfen, deinen Einstieg sanft zu gestalten, so dass du die Magie des Yoga von Anfang an erfahren kannst.

Bevor ich ins Detail gehe, wie du deinen Yogastil findest, sei eins gesagt:
Jeder moderne Yogastil hat seine Wurzeln in der Tradition. Im Hatha Yoga. Der Philosophie, die uns eine klare Strategie vorgibt, eine Methode, wie wir ein gesundes, erfülltes Leben führen können und unser volles Potenzial aus dem Herzen heraus leben können. Yoga ist Yoga, war Yoga und bleibt Yoga. Lass dich nicht einschüchtern, bleib neugierig

 

Erster Schritt: Finde deinen Körpertyp

Yoga ist eng verbunden mit der ayurvedischen Gesundheitswissenschaft. Ayurveda lehrt uns, dass jeder menschliche Körper aus den fünf universellen Elementen besteht. Feuer, Wasser, Luft, Erde und Ether. Die Zusammensetzung dieser Elemente im Individuum bestimmt den jeweiligen Körpertyp, Dosha genannt. Diese Körpertypen sind in drei Kategorien eingeteilt: Vata-, Pitta- und Kapha-Dosha. Jeder dieser Körpertypen hat individuelle Eigenschaften und Vorlieben. Es gibt auch Mischtypen. Ist alles in Balance, sagt uns unser Köper genau, was das beste Essen, die beste Form der Bewegung oder der beste Platz zum Leben auf der Welt ist. Manchmal sind unsere Elemente aufgrund von Umwelteinflüssen und unserer Lebensweise durcheinander gewirbelt. Daher können wir oft nicht mehr genau erkennen, was ein natürliches und was ein von der Imbalance herrührendes Verlangen ist. Um wieder in Balance zu kommen müssen wir dann manchmal eher der traditionellen Erfahrungslehre folgen, als unserem dringenden Verlangen.

Der Körpertyp Vata zum Beispiel besteht zum größten Teil aus den Elementen Luft und Ether, was ihn sehr sprunghaft und leicht ablenkbar machen kann. Um Vata in Balance zu halten, empfiehlt die Ayurvedalehre warme Getränke, erdendes Essen und stabilisierendes Yoga bzw. Meditation. Wenn Vata außer Kontrolle gerät, kann diese Imbalace das Verlangen nach kalten, kohlensäurehaltigen Getränken, nach Rohkost und exzessiver Bewegung hervor bringen. Das Ergebnis, ist mehr Sprunghaftigkeit und weniger Konzentrationsfähigkeit. Lass dich also zunächst von meinen Empfehlungen leiten, bis du ein stabiles Verhältnis zu deinen Empfindungen aufgebaut hast.

Findest du deinen ursprünglichen Körpertyp heraus, hast du den ersten Anhaltspunkt, welcher Yogastil dich auf deiner Reise ins Herz unterstützen kann. Hier findest du einen der vielen Dosha Tests (link).

Yoga für Vata-Doscha

Dominieren Luft und Ether in deinem Körper, gilt es für dich Schritt für Schritt zu einer langsamen, aufmerksamen Yogapraxis zu finden. Hatha Yoga und Yin Yoga sind Stile, die deinen Körper nähren und deine Konzentrationsfähigkeit erhöhen können. Jedoch empfehle ich dir erst einmal in eine Vinyasa Klasse zu gehen. Ein Stil, bei dem du dich bewegst und sich dein Luftelement austoben kann, fällt dir leichter und bringt dir vielleicht anfangs mehr. Gleich in die stille Praxis einzusteigen, könnte dich überfordern oder langweilen. Wenn du dich in den körperlich herausfordernden Stilen sicher fühlst, dann verlangsame deine Praxis. Finde Lehrer, die achtsames ruhiges Vinyasa Yoga unterrichten, und arbeite dich langsam zum Hatha und zum Yin Yoga vor. Bis zu dem Punkt, wo du sogar einige Minuten in stiller Meditation verbringen kannst. Vermeide Hot Yoga und Ashtanga Yoga, da diese Formen eventuell dein Vata Dosha übers Dach schießen lassen und du deine Balance verlieren könntest. Bist du erfahrener in der Yogapraxis steht dem Ausprobieren, nichts im Weg. Dann kennst du deinen Körper schon besser und bemerkst, wie er sich während und nach der Yogapraxis anfühlt.

Yoga für Pitta-Dosha

Die dominierenden Elemente im Pitta Körper sind Feuer und Wasser. Es darf also in der Praxis fließen. Vinyasa und Hatha Yoga sind geeignete Stile für deinen Einstieg. Wenn du gestresst bist oder dich von einer Verletzung erholst, taugen dir auch Yin und Restoratives Yoga. Um dein Feuer zu schüren, darf es auch schon mal Hot Yoga sein oder Ashtanga Yoga. Es ist wichtig, dass du in dich hinein fühlst, ob dich diese sehr aktiven Formen in deiner Konzentrationsfähigkeit stören und dein Nervensystem überfordern. Wenn du dich nach längerem Über „out of place“ fühlst, steige eine zeitlang wieder auf langsamere Formen wie Hatha und Yin Yoga um.

Yoga für Kapha-Dosha

Bist du von der gemütlichen Sorte, geduldig und biegsam, dann dominieren in dir die Elemente Wasser und Erde. Um dich in dein Potential zu bringen, können Hot Yoga und eine athletischer Form des Vinyasa Yoga eine gute Praxis sein. Es gilt ähnlich, wie bei Vata, den Einstieg sanft zu gestalten. Du fühlst dich wohl in einer Yin Yoga Klasse, und Hatha Yoga enspricht deiner ruhigen Art. Steige also ruhig erst einmal mit Hatha Yoga ein, genieße deine Yin Yoga Praxis, aber bleibe dort nicht stecken. Deine Elemente vertragen es etwas aufgemischt zu werden, damit du aktiv und dynamisch bleibst.

 

 Zweiter Schritt: Erkenne deine Lebensphase

Wo befinde ich mich? Wie fühle ich mich? Wie sieht mein Tag, meine Woche und mein Leben momentan aus?

  1. Lebst du auf der Überholspur, machst Karriere, hast eine 50 Stunden Woche und eine Menge Stress? Dann ist es Zeit auszuruhen. Auch wenn du meinst, du müsstest deinen Körper mit athletischer Praxis fit halten, schalte lieber einen Gang herunter. Dein Hormonsystem fährt auf Adrenalin und Cortisol. Auch wenn du exzessiv trainierst, wirst du kein Gewicht verlieren und eventuell an deinem Körper Raubbau betreiben. Probiere ein paar Wochen Yin Yoga und Hatha Yoga aus, um deinen Hormonhaushalt stabil zu halten, und deinem sympathischen Nervensystem eine Pause zu gönnen.
  2. Bist du durch deinen Beruf nicht ausreichend körperlich und/oder geistig gefordert? Stagnieren deine Pläne? Fühlst du dich blockiert in deiner Kreativität? Versuche es mit einer fließenden spielerischen Praxis. Vinyasa Flow und Tantra Kundalini Praxis sind Stile, die dich wieder in den Flow bringen können. Um tief in dein Herz zu schauen, kann aber auch eine stille Yin Yoga Klasse Wunder wirken. Die langen Haltungen lösen energetische Blockaden, und bringen die ein oder andere wichtige Erkenntnis zum Vorschein.
  3. Irgendwas dazwischen? Fang einfach mit dem an, was dir bei der Recherche am meisten Vorfreude bringt.

Es gibt kein Richtig und kein Falsch. Yoga ist eine Erfahrungswissenschaft und deine Experimentierfreude wird dich auf deinen Yogapfad bringen.

Unabhängig vom Körpertyp empfehle ich allen Suchenden, wenn sie nicht sofort fündig werden, JEDER ersten Yoga-Erfahrung eine zweite Chance zu geben. Suche dir Yogastudios in der Nähe deines Wohn- oder Arbeitsortes. Meiner Erfahrung nach bleibt man eher an einer kontinuierlichen Praxis, wenn die Wege kurz sind. Gönne dir 3-5 Privatstunden, um Sicherheit zu erlangen. Probiere verschiedene Lehrer aus. Bleibe bei einem, bei dem du dich wohl fühlst und mit dem deine Frequenz übereinstimmt. Gehe in Beginner-Klassen. Gehe mit einer vertrauten Person in deine erste Klasse, wenn du dich nicht alleine traust. Folge Empfehlungen. Entwickle dich weiter in deiner Praxis. Bleibe offen für andere Stile, damit du die Vielfalt des Yoga für dich und deine spirituelle Entdeckungsreise nutzen kannst. Besinne dich immer wieder auf die Tradition und warum du angefangen hast Yoga zu studieren. Sei undogmatisch und bleibe neugierig, dann kann wird deine Reise zum Abenteuer.

 

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ditte-post-signatureNamasté

ich bin Ditte, Freidenkerin, Querdenkerin, Neudenkerin.
Spirituell Reisende, Heilerin, Yogalehrerin, Life-Coach und Poetin. Ich gehe meinen Weg undogmatisch und frei, meinem Herzen und meiner Bestimmung folgend, meiner großen Vision entgegen.
Komm’ mit und lasse dich inspirieren. Ich zeige dir, wie du deinen Platz in dieser Welt finden kannst, und ein selbstbestimmtes, glückliches Leben aus der Mitte deines Herzens lebst.

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1 Kommentare

  1. Nils sagt:

    This is the right blog for anyone who wants to find out about this topic. You realize so much its almost hard to argue with you. You definitely put a new spin on a topic thats been written about for years. Great stuff, just great!

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